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Gran Canaria: Illegale Party von Polizei gestürmt

Aufgrund dieser massiven Sicherheitsmängel und Unregelmäßigkeiten zogen die Behörden sofort die Reißleine.

Lesedauer 3 Minuten

Telde – In der Stadt Telde haben die spanische Nationalpolizei und die örtlichen Sicherheitskräfte eine geheime Großveranstaltung gestürmt. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Gefahren illegaler Partys, die auch für ahnungslose Touristen zur Falle werden können.

Drohnen im Einsatz: So flog die geheime Party „Platatonic“ auf

In den frühen Morgenstunden des 21. Juni verwandelte sich das sonst eher ruhige Gebiet Montaña Las Huesas in Telde in eine polizeiliche Einsatzzone. Unter dem vielversprechenden Namen „Platatonic“ hatten die Organisatoren zu einer Party geladen, die im Vorfeld massiv beworben wurde. Anwohner verloren jedoch schnell die Geduld: Wegen wiederholter Lärmbelästigung, lauter Musik bis in die Puppen und dem Verdacht auf illegalen Substanzkonsum alarmierten sie die Behörden.

Die Polizei von Telde reagierte hochprofessionell und setzte modernste Technik ein. Eine spezielle Drohneneinheit führte zunächst eine verdeckte Luftaufklärung durch. Die Aufnahmen aus der Luft bestätigten schnell den schlimmsten Verdacht: Auf dem Gelände feierten rund 200 Menschen. Zudem stießen die Beamten auf eine professionell organisierte Infrastruktur – inklusive einer strikten Zugangskontrolle, einem organisierten Ticket-Vorverkauf und verschiedenen Verkaufsständen im Innenbereich.

Gefährlicher Drogenmix: Was die Ermittler vor Ort fanden

Als die Einsatzkräfte das Gelände schließlich umstellten und durchsuchten, stießen sie auf eine erschreckende Menge illegaler Substanzen. Die Partygäste und Veranstalter hatten versucht, die Betäubungsmittel an verschiedenen Orten auf dem Grundstück zu verstecken.

Die Liste der beschlagnahmten Drogen ist lang und gefährlich. Sichergestellt wurden unter anderem:

  • Tussi (das sogenannte „rosa Kokain“, ein gefährlicher chemischer Mix)
  • Klassisches Kokain und Haschisch
  • Marihuana und Cannabispollen
  • Poppers und Methamphetamine
  • Zahlreiche Ecstasy- und Amphetamin-Tabletten (die derzeit noch im Labor analysiert werden)

Keine Sicherheit, keine Versicherung: Ein hohes Risiko für Gäste

Neben den illegalen Drogen wog ein weiterer Punkt für die Polizei besonders schwer: Die Veranstaltung besaß keinerlei behördliche Genehmigungen. Als die Beamten die Organisatoren aufforderten, die notwendigen Dokumente vorzulegen, herrschte gähnende Leere. Es gab weder eine Gewerbelizenz noch eine Haftpflichtversicherung für die rund 200 Gäste. Besonders dramatisch: Ein durchdachter Sicherheits- und Notfallplan für den Ernstfall fehlte völlig.

Aufgrund dieser massiven Sicherheitsmängel und Unregelmäßigkeiten zogen die Behörden sofort die Reißleine. Die Party wurde auf der Stelle abgebrochen und das Gelände geräumt. Gegen die Veranstalter wurden umfangreiche Gerichts- und Verwaltungsverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Wichtige Tipps für Gran-Canaria-Urlauber: Schützen Sie sich im Nachtleben

Für Reisende, die das Nachtleben auf Gran Canaria sicher genießen möchten, zeigt dieser Vorfall eine wichtige Lektion. Immer wieder locken scheinbar exklusive „Geheimtipps“ oder private Open-Air-Festivals abseits der Touristenzentren. Wer auf solchen ungenehmigten Events feiert, begibt sich jedoch in Gefahr. Im Falle eines Brandes, einer Massenpanik oder eines medizinischen Notfalls gibt es vor Ort oft keine Rettungswege oder Ersthelfer.

Experten raten Urlaubern daher: Nutzen Sie für Ihre Partyabende etablierte Clubs, lizenzierte Beach-Clubs und offizielle Kulturveranstaltungen der Gemeinden. Diese werden regelmäßig streng kontrolliert und garantieren ein Höchstmaß an Sicherheit, damit der Traumurlaub nicht im Albtraum endet. – MF

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