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Jahresrekord auf den Kanaren: 42,2 Grad in Agüimes

Drei weitere Orte mit über 40 °C gemeldet!

Lesedauer 3 Minuten

Agüimes – Die Kanarischen Inseln erleben derzeit einen extremen Sommer. Am gestrigen Samstag, den 1. August, wurde auf dem Archipel ein neuer vorläufiger Jahresrekord der Höchsttemperatur aufgestellt. Die Gemeinde Agüimes, im Südosten von Gran Canaria gelegen, verzeichnete eine drückende Hitze, die ihren Höhepunkt in den frühen Nachmittagsstunden erreichte. Dieses Extremwetterereignis reiht sich in eine Phase hochsommerlicher Temperaturen ein, die nicht nur Gran Canaria, sondern weite Teile der Inselgruppe fest im Griff hat.

Neuer Spitzenwert um 13:20 Uhr

Um exakt 13:20 Uhr zeigte die lokale Wetterstation in Agüimes den neuen Spitzenwert dieses Jahres für die gesamten Kanarischen Inseln an: 42,2 Grad Celsius. Zu diesem Zeitpunkt glich die Umgebung einem wahren Glutofen. Doch Agüimes blieb an diesem ersten Augusttag nicht die einzige Gemeinde mit extremen Hitzewerten. Offizielle Stationen der staatlichen spanischen Wetterbehörde (AEMET) registrierten an drei weiteren Orten im Archipel Temperaturen von deutlich über 40 Grad Celsius.

Besonders Gran Canaria kristallisierte sich als das Zentrum der aktuellen Gluthitze heraus. So wurden in Teror 40,9 Grad und in Tasarte 40,3 Grad gemessen. Auch die Nachbarinsel Teneriffa verzeichnete Extremwerte: In der Gemeinde La Laguna kletterte das Thermometer auf 40,2 Grad. Eine weitere Station, Las Tirajanas auf Gran Canaria, verpasste die 40-Grad-Marke an diesem von verbreiteter Hitze geprägten Tag nur haarscharf und meldete einen Tageshöchstwert von 39,9 Grad.

Die Ursachen: Saharaluft und Calima

Dass die Temperaturen derart in die Höhe schnellen, ist auf den Kanaren meist auf eine bestimmte Wetterlage zurückzuführen. Hauptverantwortlich für diese Spitzenwerte ist das Einströmen extrem warmer und trockener Luftmassen vom afrikanischen Kontinent. Wie Meteorologen und lokale Nachrichtenportale übereinstimmend berichten, geht diese Hitze sehr häufig mit einer sogenannten Calima einher. Bei diesem Phänomen wird feiner Wüstenstaub aus der Sahara über den Atlantik getragen. Die direkte Folge sind nicht nur stark eingeschränkte Sichtverhältnisse und ein trüber Himmel, sondern auch ein drastischer Temperaturanstieg in Verbindung mit einem massiven Abfall der Luftfeuchtigkeit. Oft sinkt diese auf unter 30 Prozent ab, was das Risiko für Waldbrände in den betroffenen Gebieten massiv erhöht.

Warnstufen und wichtige Verhaltensregeln

Die staatliche Wetteragentur AEMET reagiert auf solche Wetterextreme routinemäßig mit offiziellen Warnstufen. Sobald die Temperaturen, wie in Agüimes geschehen, in den Bereich von über 40 Grad vorstoßen, wird das Risiko für die Bevölkerung und die Natur als kritisch eingestuft. Gesundheitsbehörden appellieren bei derartigen Hitzewellen dringend an Einheimische und Touristen, sich vor der direkten Sonneneinstrahlung zu schützen.

Es wird offiziell empfohlen, in den Mittags- und frühen Nachmittagsstunden auf jegliche körperliche Anstrengungen im Freien zu verzichten und sich bevorzugt in abgedunkelten, kühleren Räumen aufzuhalten. Essenziell ist zudem eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Experten raten dazu, über den Tag verteilt mindestens drei bis vier Liter Wasser oder isotonische Getränke zu konsumieren und auf leicht verdauliche Kost wie Obst und Salate zurückzugreifen. Darüber hinaus herrscht in den Wald- und Berggebieten der Inseln bei diesen trockenen Bedingungen allerhöchste Brandgefahr.

Ausblick und Wetterbeobachtung

Obwohl Extreme wie die in Agüimes gemessenen 42,2 Grad glücklicherweise nicht an der Tagesordnung sind, verdeutlicht dieser Rekordtag die Intensität des Klimas auf dem Archipel. Meteorologen werden die Entwicklung in den kommenden Wochen präzise analysieren, um festzustellen, ob der nun aufgestellte Jahresrekord noch übertroffen wird. Bis sich die Wetterlage nachhaltig entspannt, bleiben Wachsamkeit und konsequenter Hitzeschutz unerlässlich.

Weitere Artikel zum Thema:
Aktuelle Wetterwarnung wegen Hitze auf den Kanaren ausgeweitet, vom 01.08.2026
Warnung vor hoher Waldbrandgefahr auf den Kanaren, vom 29.07.2026
Wetter: Calima, warm, trocken, staubig, was ist das genau?

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