Zug war mehr als doppelt so schnell wie erlaubt – mindestens 80 Tote

Bild Info: Die Bergungsarbeiten in Santiago de Compostela laufen. Bild: Screenshot Television Canarias

Santiago de Compostela – Mehr Informationen zu dem nun schlimmsten Zugunglück in der spanischen Geschichte. Insgesamt kamen bisher 80 Menschen ums Leben, damit 2 mehr, asl bei der schlimmsten Katastrophe bisher. 73 der Opfer starben bereits bei dem Unfall im Zug, sieben sind anschließend im Krankenhaus verstorben. Insgesamt 35 Menschen befinden sich in einem kritischen Zustand, die Zahl der Opfer könnte also noch weiter ansteigen.

Besonders schockierend ist die Tatsache, dass der Lokführer mittlerweile zugegeben hat, zu schnell unterwegs gewesen zu sein. Seiner ersten Angabe zufolge fuhr er korrekt mit 80 km/h, jedoch gab es mittlerweile 190 km/h zu.

Eine dreitägige Staatstrauer wurde verhängt, die in Galicien auf sieben Tage ausgeweitet wurde. Unter den Opfern befinden sich viele junge Menschen, deren Schicksale in den spanischen Medien nach und nach aufgearbeitet werden.

Unterdessen wurde ein Video einer Überwachungskamera der Bahnstrecke veröffentlicht, das die letzten Sekunden vor der Katastrophe zeigt:

Weitere Details erhofft sich die Polizei von der Blackbox, die es auch in Hochgeschwindigkeitszügen gibt. Damit soll eindeutig geklärt werden, ob allein die überhöhte Geschwindigkeit für diesen Unfall verantwortlich ist. Am Tag nach der Katastrophe wurden die ersten Waggons geborgen und die Suche nach weiteren Opfern eingestellt. – TF

Weitere Artikel zum Thema:
Mindestens 77 Tote bei Zugunglück im Nordwesten Spaniens, vom 25.07.2013

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