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Neues reduziertes Angebot für das Beitragssystem der Selbstständigen in Spanien

Spanien – Das Gezerre um die neuen Sozialversicherungsbeiträge für Selbstständige in Spanien hat noch immer kein Ende gefunden. Es geht doch immer noch darum, wie hoch die monatlichen Beiträge letztendlich genau ausfallen werden. Das neue Beitragssystem soll sich an den Einkommen der Selbstständigen orientieren, bisher waren den Verbänden aber die geforderten Summen zu hoch. Nun hat der Minister nochmals nachgebessert und einen Vorschlag an die Verbände geschickt.

Konkret soll der Mindestbeitrag für Verdienste unter 670 Euro um 15 Euro gesenkt werden und damit dann 230 € pro Monat betragen. Bei Selbstständigen, die ein Nettoverdienst zwischen 900 und 1.125 Euro verbuchen, soll der monatliche Beitrag jetzt 275 € betragen und damit 3 € weniger als im vorherigen Angebot. Ab 2024 sollen die monatlichen Beiträge für die ersten drei Stufen nochmals gesenkt werden. Diese liegen dann zwischen 225 und 267 Euro. Auch 2025 soll eine weitere Absenkung erfolgen, dann liegen die untersten drei Stufen bei Beiträgen zwischen 200 und 260 Euro im Monat.

An die monatlichen Beiträge in der oberen Einkommensklasse ging der Minister nicht heran, denn eine Anhebung würde von den Verbänden abgelehnt werden. Diese neuen Vorschläge reduzieren die Beiträge von rund 2,2 Millionen Selbstständigen in Spanien, die maximal 1.300 Euro Nettoverdienst im Monat deklarieren. Die Selbstständigen mit einem Einkommen zwischen 1.300 und 1.700 Euro im Monat werden keine höheren Beiträge bekommen. Aber fast 800.000 Selbstständige, mit einem Verdienst von über 1.700 Euro im Monat, müssen dann mehr in die Sozialversicherung einzahlen.

Der erste Kommentar zu diesem Vorschlag kam von Eduardo Abad, der Präsident von UPTA: „Es wäre wirklich verrückt, das neue System so nicht umzusetzen, durch das 2,2 Millionen Selbstständige ihren Sozialversicherungsbetrag um 1.227 Euro pro Jahr reduzieren“. Er hofft nun auf eine schnelle Unterzeichnung. – TF

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