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Auf den Kanaren gibt es jährlich eine Ausbreitung der Wüstenbildung um 6 km2

Lange Hitzewellen im Oktober sind sehr "ungewöhnlich".

Kanarische Inseln – Die aktuelle Hitzeperiode auf den Kanarischen Inseln ist ein nicht unübliches Phänomen, obwohl es Oktober ist, allerdings ist das besonders ungewöhnliche, dass es eine „so lange Episode ist“, ein Zeichen für Wüstenbildung? Laut AEMET wurde seit dem 29. September der Statuts der Hitzewelle noch nicht beendet. Auch die Staubbildung, also Calima, ist eher ungewöhnlich zu dieser Jahreszeit, erklärte der Chef von AEMET auf den Kanaren, David Suárez.

Es könnte an auch mit der durch den Klimawandel verursachten Ausbreitung des ariden Klimas vom Typ B auf den Kanarischen Inseln zusammenhängen, erklärt er weiter. Laut einer Studie von AEMET, die das Klima von 1951 bis 2020 analysiert hat, dehnt sich diese „klimatische Wüstenbildung auf den Inseln jedes Jahr um 6 km2 aus“, so Suárez weiter. Um diesen Wert bildlicher zu gestalten, La Graciosa hat eine Gesamtfläche von 29,05 km2.

Dieses Wüstenklima herrschst insbesondere auf Lanzarote, Fuerteventura und im Süden von Gran Canaria sowie im Süden von Teneriffa vor. Zudem hat AEMET festgestellt, dass auf den Gipfeln von Teneriffa das Klima des Typs C, welches als gemäßigtes Klima gilt, das Klima des Typ D, welches kaltes Klima benennt, verdrängt. Die kalte Fläche auf Teneriffa hat sich von 0,2 % der Gesamtmasse auf 0,1 % reduziert.

Aktuelle Hitzewelle ziegt Wüstenbildung?

Die Kanaren befinden sich seit einigen Wochen in dem Gegenteil einer festhängenden Kältezone. „Einem Hochdruckgebiet mit östlichen Strömungen, mit Staubabteil, mit warmer und trockener Luft in mittleren Schichten der Atmosphäre“. Letztendlich stehen die Kanaren „unter Einfluss des afrikanischen Thermalrückens“, so Suárez.

„In den letzten Jahren kam es im Oktober immer wieder zu Episoden mit hohen Temperaturen. Wir müssen noch analysieren, wie schwerwiegend es im Vergleich zu anderen Jahren war. Aber das Ungewöhnliche ist jedenfalls diese sehr lange Zeit“. Auch die Tatsache, dass Staub in der Luft ist, ist sehr ungewöhnlich, dies passiert in der Regel zwischen den Monaten Dezember bis Februar. Der aktuelle Calima sei eher typisch für diese Zeitspanne, da es Staub in geringen Tiefen war. In den Sommermonaten kann es zwar auch zu Staub kommen, dieser ist aber eher in den
höheren Lagen spürbar.

Aktuell gilt die Hitzewarnung von AEMET noch bis mindestens und einschließlich Sonntag. Wobei am Sonntag derzeit nur Gran Canarias Süden und der Süden von Teneriffa betroffen sein sollen. – TF

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