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Asiatische Hornisse auf Gran Canaria: Neues Nest an gleicher entdeckt

Der Fundort befindet sich direkt an der Fassade des Isabel-de-España-Instituts

Lesedauer 3 Minuten

Las Palmas – Die invasive Asiatische Hornisse (Vespa velutina) sorgt auf Gran Canaria weiterhin für Aufsehen. Nur wenige Tage nach der erfolgreichen Entfernung eines ersten Nestes in Las Palmas de Gran Canaria haben verbliebene Insekten an exakt derselben Stelle ein neues Nest errichtet. Der Fundort befindet sich direkt an der Fassade des Isabel-de-España-Instituts, direkt am belebten Paseo Tomás Morales.

Bei der ersten großflächigen Aktion der Behörden konnten bereits 93 Exemplare der giftigen Hornissenart unschädlich gemacht werden. Es war der erste offizielle Nachweis dieser Spezies auf den Kanarischen Inseln. Da jedoch einige wenige Arbeiterinnen entkommen konnten, begannen sie umgehend mit dem Wiederaufbau.

Entwarnung bei der Vermehrung: Königin bereits gefangen

Das Ministerium für den ökologischen Wandel der Kanaren gab trotz des Neubaus eine wichtige Entwarnung: Die Hornissenkönigin wurde bereits beim ersten Einsatz gefangen und eliminiert. Eine weitere Vermehrung oder die Entstehung neuer Völker ist nach aktuellem wissenschaftlichen Stand damit prinzipiell ausgeschlossen.

Das Frühwarnsystem der Kanarischen Inseln für invasive Arten (RedEXOS) hat bereits mit den Vorbereitungen zur Beseitigung des neuen Nestes begonnen. Um die Situation dauerhaft in den Griff zu bekommen, ziehen die Verantwortlichen zudem die Unterstützung eines spezialisierten Experten aus Mallorca in Betracht.

Keine neuen Ausbrüche, aber erhöhte Wachsamkeit

Obwohl das Ministerium zahlreiche Meldungen aus der Bevölkerung erhält, handelt es sich laut offiziellen Angaben bislang fast ausschließlich um Fehlalarme. Es gibt aktuell keine Hinweise auf weitere Ausbrüche der Asiatischen Hornisse in der Region.

Die Hornissenart hat sich seit dem Jahr 2010 vor allem im Norden des spanischen Festlands ausgebreitet. Für den Menschen ist die Asiatische Hornisse im Regelfall nicht gefährlicher als einheimische Wespen oder Hornissen. Allerdings sind die Stiche aufgrund der Größe des Insekts deutlich schmerzhafter.

Große Gefahr für die lokale Bienenwirtschaft und Biodiversität

Die eigentliche Bedrohung betrifft das Ökosystem. Die Honigbiene gehört zur bevorzugten Beute dieser invasiven Art. Experten warnen eindringlich davor, dass die Hornissen ganze Bienenvölker in kürzester Zeit auslöschen können. Dies gefährdet nicht nur die Biodiversität der Kanaren, sondern bedroht auch die Existenz vieler lokaler Imkerfamilien. Ein Rückgang der Bienen hätte zudem fatale Folgen für die Bestäubung von Wildpflanzen und landwirtschaftlichen Kulturen.

Umfangreiche Fallenjagd im Stadtgebiet

Um die Situation langfristig zu überwachen, hat RedEXOS am vergangenen Wochenende ein Netz von Fallen in ganz Las Palmas aufgestellt. Schwerpunkte der Kontrollen sind Parks, Grünanlagen und das Hafengebiet. Es wird vermutet, dass die Hornisse ursprünglich über den Seeweg auf die Insel gelangt ist.

Details Asiatische Hornisse
Details Asiatische Hornisse

Da die Eiablage im Sommer stattfindet und die Larven zwischen September und Oktober schlüpfen, stellen sich die Experten auf eine langwierige Überwachung ein. Die Behörden betonen jedoch, dass die wichtigsten Maßnahmen rechtzeitig ergriffen wurden.

Wie Bürger jetzt helfen können

Die Behörden sind auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Wenn Sie ein potenzielles Nest entdecken, beachten Sie bitte folgende Sicherheitsregeln:

  • Nester niemals selbstständig entfernen oder stören.
  • Halten Sie Abstand und machen Sie nach Möglichkeit Fotos oder Videos.
  • Melden Sie Sichtungen direkt per WhatsApp an RedEXOS unter 646 601 457 oder über den Notruf 112.

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