Kanaren – Die aktuelle Hitzewelle auf den Kanarischen Inseln erreicht einen neuen, historischen Höhepunkt. Nachdem bereits extreme Hitze um Mitternacht den Bewohnern den Schlaf raubte, brennt die Sonne nun unbarmherzig vom Himmel. Im Jahr 2026 wurde auf dem Archipel jetzt erstmals die magische und gefährliche Marke von 40 Grad im Schatten übersprungen. Ein Ende der extremen Wetterlage ist vorerst nicht in Sicht.
Der Hotspot Tunte: 40 Grad im Schatten geknackt
Die Sahara-Luft hat die Inseln fest im Griff. Am Dienstag war es dann so weit: In den mittleren Höhenlagen im Süden Gran Canarias, genauer gesagt in Tunte, kletterte das Thermometer erstmals in diesem Jahr auf über 40 Grad im Schatten. Auch das offizielle Messnetz der staatlichen Wetterbehörde AEMET registrierte im nahegelegenen Las Tirajanas einen Spitzenwert von 39,3 Grad Celsius.
Die extreme Hitze zog sich quer über die Insel. In Agüimes wurden am Tag 39,0 Grad gemessen, während Suerte Alta (Agaete) 37,9 Grad erreichte. Auch die Messstationen der kanarischen Regierung bestätigten die Extremwerte mit 38,9 Grad in Acusa (Artenara) und 38,1 Grad in Fataga. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass sich die Region in einem absoluten Ausnahmezustand befindet.
Orangefarbene Hitzewarnung und afrikanische Heißluft
Aufgrund der anhaltenden Wetterlage gilt für die Gipfelregionen sowie den Süden, Osten und Westen von Gran Canaria weiterhin die orangefarbene Hitzewarnung. Zwischen 11:00 und 20:00 Uhr rechnet der Wetterdienst Aemet erneut mit Spitzenwerten von mindestens 39 Grad Celsius. Verantwortlich dafür ist eine staubtrockene und heiße Luftmasse afrikanischen Ursprungs. Diese sorgt vor allem im Mittelgebirge dafür, dass die Temperaturen lokal deutlich über 40 Grad klettern können.
Für den Norden Gran Canarias sowie für Lanzarote und Fuerteventura gilt die gelbe Warnstufe mit Höchstwerten zwischen 34 und 36 Grad. Auf den östlichen Inseln macht sich die Hitze vor allem im Landesinneren bemerkbar. Auch in der westlichen Provinz, etwa auf Teneriffa und La Palma, werden Werte von bis zu 36 Grad erwartet.
Äquatoriales Klima: Wenn es auch nachts nicht abkühlt
Die Hitzewelle paart sich mit extremen, fast schon äquatorialen Bedingungen in der Nacht. Nachdem bereits in den Vortagen extreme Hitze um Mitternacht gemessen wurde, kam es in der Nacht von Montag auf Dienstag zu echten Tropennächten. In Lomo Pedro Alfonso sank das Thermometer die gesamte Nacht nicht unter 30,3 Grad Celsius. In Tejeda lag der Tiefstwert bei quälenden 29,9 Grad und in Agüimes bei 28,9 Grad.
Selbst in normalerweise angenehm kühlen Bergdörfern wie Valleseco wurde eine nächtliche Mindesttemperatur von 24,4 Grad gemessen. Wie tropisch die Wetterlage aktuell ist, zeigt ein Blick auf die sonst kältesten Punkte des Archipels: Selbst in den Cañadas del Teide auf Teneriffa und am Roque de los Muchachos auf La Palma fiel das Quecksilber nicht unter 17,6 Grad Celsius. Den absoluten Tiefstwert der Nacht sicherte sich Tacoronte auf Teneriffa mit immerhin noch 16,8 Grad um 06:30 Uhr morgens.
Akute Waldbrandgefahr auf den Inseln
Da die Hitzewarnungen der Regierung weiter bestehen, bleibt die Lage angespannt. Neben der körperlichen Belastung für die Bevölkerung warnt der Zivilschutz vor einer massiv erhöhten Waldbrandgefahr. Diese Einstufung gilt neben Gran Canaria auch für die vier westlichen Inseln des Archipels. Einheimische und Urlauber werden dringend gebeten, extrem vorsichtig zu sein und den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten. – TF
Weitere Artikel zum Thema:
Hitze um Mitternacht auf den Kanaren: Extrem-Temperaturen rauben den Schlaf, vom 08.07.2026
Wetterwarnung für die Kanaren wegen Hitze!, vom 04.07.2026
Akute Waldbrandgefahr auf Gran Canaria: Strenge Verbote ab Sonntag zum Schutz der Natur, vom 04.07.2026
Frisches AMAZON TOP-Angebot eingetroffen, nicht verpassen!
Alle News immer sofort auf das Handy? Jetzt unseren Telegram-Kanal abonnieren.
Jetzt auch unseren WhatsApp-Kanal abonnieren, um immer die neusten News zu erhalten!
Infos-GranCanaria.com ist auch blei BlueSky! HIER folgen!
