Clavijo fordert zur Ruhe auf, der Brexit wird sich nicht auf die Kanaren auswirken

Bild Info: Der britische Botschafter Simon Manley (links) zusammen mit Kanarenpräsident Clavijo (rechts) in Madrid. Bild: Screenshot MaspalomasAhora

Kanarische Inseln – Der sogenannte Brexit ist auch auf den Kanarischen Inseln ein Thema, besonders der Tourismussektor macht sich sorgen. Nun hat der Präsident der Kanaren, Fernando Clavijo, ein Statement abgegeben nachdem er sich mit dem britischen Botschafter, Simon Manley, in Madrid getroffen hatte. „Ich bin überzeugt, dass die Kanarischen Inseln für den britischen Markt attraktiv bleiben und es kann sogar neue Möglichkeiten eröffnen“, sagte Clavijo.

Sowohl Clavijo als auch Manley sind sich einig, es gibt ein „starkes“ Band der Freundschaft neben der Existenz der Europäischen Union, welches sowohl kommerzielle als auch touristische Beziehungen beinhaltet. Der Botschafter bestätigte zudem, dass die britische Regierung daran interessiert ist die starken Bindungen zu den europäischen Partnern aufrecht zu erhalten.

Fast 4 Millionen Touristen besuchen jedes Jahr die Kanarischen Inseln, zudem leben hier 27.000 Briten. Dies wird auch „in der Zukunft so bleiben“ sagte Clavijo. Unabhängig wie die Verhandlungen mit den Briten auf EU-Ebene ablaufen werden bestätigte Clavijo auch, dass die bestehenden Verträge mit Großbritannien von Seiten der Kanarischen Inseln aufrechterhalten bleiben. Die Verträge für Import und Export von Wahren z.B. die gesondert ausgehandelt wurden.

Die Abwertung der britischen Währung, dem Pfund, sieht Clavijo auch nur als kurzfristig and, denn Großbritannien is ein G7 Staat und damit wirtschaftlich besonders stark, langfristig wird der Pfund keine stärkere Abwertung erleiden, glaubt zumindest der Inselpräsident. Bisher haben die Auswirkungen auf den Kanaren keinerlei Effekt gezeigt. Die bisherige Abwertung des Pfundes scheint die Briten in der Tat nicht davon abzuhalten die Kanaren weiterhin zu buchen.

Die Historie zwischen den Kanarischen Inseln und Großbritannien ist lang und dies wird auch so bleiben versicherte Clavijo. Man muss sich also seiner Meinung nach keine Sorgen um den Tourismus machen.

Was er (Clavijo) allerdings vergessen hat, die hier lebenden Briten haben eine ganz andere Basis, die Verträge mit der EU sind beim Brexit ungültig und die Lebensfreiheit innerhalb der EU ist für die Briten dann ebenfalls abgelaufen. Dies müsste theoretisch von Spanien mit Großbritannien neu ausgehandelt werden. Wie und ob dies dann weiterhin möglich ist, ist unklar. Es gibt jedenfalls bestreben, dass Spanien Gibraltar wieder zurückhaben möchte, ein Knackpunkt bei den künftigen Verhandlung allemal. – TF

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