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Siam Park Gran Canaria – Der Spielball der Politik und Umweltschützer

Bild Info: Der Siam Park auf Teneriffa wäre dann nicht mehr der Hauptwasserpark der Familie Kiessling. Bild: Stephen Jones - Wikipedia

San Bartolomé de Tirajana – Das Politikum Siam Park Gran Canaria ist wieder in aller Munde, denn es ist ein Zankapfel zwischen der Regierung von Gran Canaria und der Regierung von San Bartolomé de Tirajana. Nachdem Antonio Marales, der Inselpräsident, sagte es läge an der Gemeinde, dass noch immer keine Genehmigung vorliegen würde schaltet sich nun wieder die PP ein und beschuldigt ihresgleichen den Präsidenten der Insel. Er sei dafür verantwortlich, weil er es im Januar diesen Jahres ja schonmal versucht habe die Pläne zu torpedieren. Damals wurden Überreste gefunden und eine archäologische Einklassifizierung war erforderlich.

Nun sagt die PP-Fraktion in Form von Felipe Alfonso das die Inselregierung die Umwandlung der Zone verhindert und deshalb die Genehmigung von Seiten der Gemeinde noch nicht ausgestellt werden kann, dies hatte Morales bereits zurückgewiesen.

Man wirft sich gegenseitig mangelnde Dialogbereitschaft vor. „Es ist klar, mit seiner offensichtlichen Verantwortungslosigkeit ist der Präsident eine echte Gefahr für Gran Canaria“ sagte Alfonso zum Schluss.

Auch die Umweltschützer melden sich in den vergangenen Tagen immer wieder zu Wort, zu hieß es, dass wenn die Pläne in die Tat umgesetzt werden, dann müsse jemand ins Gefängnis, da diese Zone eine einzigartige Flora und Fauna beinhalte und unter Schutz gestellt gehöre.

Auch die Lebensraum Wasser SL meldet sich wieder zu Wort, dieses Unternehmen welches den einzigen Zweck erfüllt den Siam Park zu verhindern. Man ist der Meinung, dass die Familie Kiessling einen „nicht hinnehmbaren Druck“ auf die Beamten und leitenden Angestellten ausübe indem man androhe das Projekt zu stoppen. Eigentlich etwas, das diese Firma von Anfang an wollte.

Es sei auch ein Projekt welches „Geld aller Bürger verschleudert“, denn die geplante Zugstrecke sollte durch dieses Gebiet verlaufen und müsse nun für fünf Millionen Euro umgeplant werden. Man befürchtet aber, dass dieses Projekt durchgeführt wird es ist ein „unglaublicher zwang und druck vorhanden der politisch unterstützt wird“ heißt es in einer Erklärung.

In der tat, der Siam Park Gran Canaria hätte viele Vorteile, eine neue Attraktion für die Touristen, mehr Steuereinnahmen für die Politiker, mehr neue Arbeitsplätze auf Gran Canaria, wo wir mehr als 100.000 Arbeitslose haben und so weiter und so fort. Man kann es von verschiedenen Blickwinkeln betrachten und sowohl für die eine als auch die andere Aussage sein. – TF

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